Arthur Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit

Neulich habe ich hier über Ludwig Wittgenstein geschrieben – unter anderem über seinen “Tractatus” oder die Philosophischen Untersuchungen. Dabei war es seit jeher Arthur Schopenhauer, der mich mit seiner Philosophie begeistern konnte; daher widme ich diesem Philosophen heute einen Eintrag. Der vermeintliche Griesgram gilt ja als Begründer des Pessimismus, wobei man darüber auch geteilter Meinung sein kann.

Die Welt als Wille und Vorstellung

Das Hauptwerk von Schopenhauer nennt sich “Die Welt als Wille und Vorstellung”. Ich muss ehrlich zugestehen, dass ich dieses Buch schnell wieder aus der Hand gelegt habe nach den ersten paar Seiten. Das mag auch daran gelegen haben, dass dies vor etwa zehn Jahren geschah, als ich noch nicht wirklich in der Lage war, seine Sprache zu verstehen.

Zwar ist das, was Arthur Schopenhauer schreibt, ebenfalls viel leichter verständlich, als das, was etwa Heidegger oder Kant schreiben; doch auch hier braucht es ein wenig Vorbereitung, um die Gedanken in “Die Welt als Wille und Vorstellung” nachvollziehen zu können.

Aphorismen zur Lebensweisheit

Was ich jedoch vor zehn Jahren ganz gut verstand und bis heute immer wieder gerne hervorkrame, sind Schophenhauers “Aphorismen zur Lebensweisheit”. Sie haben mir viele Tatsachen im menschlichen Zusammenleben auseinandergesetzt. Beobachtungen und Kommentare zur Gesellschaft, die wahrlich Gold wert sind.

Hier einmal eine Kostprobe:

“…Hauptsächlich aus dieser inneren Leerheit entspringt die Sucht nach Gesellschaft, Zerstreuung, Vergnügen und Luxus jeder Art, welche viele zur Verschwendung und dann zum Elende führt.”

Wo genau diese Stelle zu finden ist, kann ich leider nicht mehr genau sagen; doch das Zitat  scheint aus dem zweiten Kapitel zu stammen, wie ich durch das Projekt Gutenberg ermitteln konnte.

In jedem Fall ist es oftmals wahrhaftig zutreffend, was Schopenhauer (geboren am 22. Februar in Danzig, gestorben am 9. September 1860 in Frankfurt am Main) niederschrieb. Sicherlich ist das, was er unter anderem zum schönen Geschlecht äußerte mit absoluter Vorsicht zu genießen; war dies wohl stark beeinflusst durch teils “unvorteilhafte” Erfahrungen mit diversen Frauenzimmern.

Doch wer diese Stellen etwas kritischer liest und sich auch seine sonstigen Ausführungen prüfend zu Gemüte führt, wird schnell feststellen, dass die Aphorismen zur Lebensweisheit von Arthur Schopenhauer mit viel Gewinn gelesen werden können. Ich möchte dieses großartige Werk jedenfalls nicht missen;)

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